Windows 10 Indizierung – warum man indizieren sollte

Juli 2019 Twitter @ItDoorlu

Windows 10 Indizierung – warum man indizieren sollte

Der Fachartikel Windows 10 Indizierung – warum man indizieren sollte verwendet als Beispiel den Fall eines Festplattenwechsels. Da man bei einem Festplattenwechsel eher geneigt ist, sich mit diesem Thema zu beschäftigen. War auch die alte Festplatte bereits indiziert, ist in vielen Fällen nicht mehr bekannt, welche Einstellungsoptionen man für die Indizierung ausgesucht hatte. Da man in der Regel diese Einstellungsoptionen nicht dauernd ändert, verfährt dann Windows bei der Indizierung fortlaufend nach dem Muster dieser Einstellungsoptionen.

Daher ist dieser Fachartikel (hoffentlich) auch in den Fällen interessant, in denen kein Festplattenwechsel vorliegt.

Schließlich stellt sich immer die Frage, ob man mit den Voreinstellungen von Windows 10 für die Indizierung einverstanden ist.

Ziel ist es doch, dass die Suche im Windows Explorer möglichst schnell und möglichst genau erfolgt?

Die neue Festplatte indizieren

Sie möchten mit dem Windows Explorer nach Wörtern/Begriffen in den Inhalten von Dateien suchen können?  Oder Sie möchten sogar nach Wortreihen suchen? Hier ein Beispiel für eine Wortreihe mit 2 Wörtern:

<<rote Wellenlinie>>

Warum soll die neue Festplatte indiziert werden?

Der erste Grund ist, weil in den Indizierungsoptionen von Windows nur einige Bereiche als Indizierungsort voreingestellt sind.

Windows 10 Indizierung Indizierungsorte
Windows 10 Indizierung Indizierungsorte

Wie Sie sehen, fehlt hier z. B. die Festplatte „C“. Sie können aber Indizierungsorte hinzufügen. Indem Sie auf den Button „Ändern“ klicken.

Windows 10 Indizierung Indizierungsorte hinzufügen
Windows 10 Indizierung Indizierungsorte hinzufügen

Wenn Sie jetzt ein Häkchen bei „Lokaler Datenträger (C:)“ setzen und anschließend auf den Button „OK“ klicken, sieht das Pop-Up „Indizierungsoptionen“ so aus.

Windows 10 Indizierungsoptionen
Windows 10 Indizierungsoptionen

Die Festplatte „C“ ist jetzt als Indizierungsort eingefügt. Die Indizierung startete sofort.

Mit einem Klick auf den Button „Anhalten“ habe ich die Indizierung angehalten. Die Indizierung anzuhalten, kann ich Ihnen aber nicht empfehlen. Denn es gibt keinen Button für „Weiter“ wie Sie es vielleicht von YouTube kennen. Irgendwie ist es mir dann durch Rumgeklicke gelungen, dass die Indizierung weiterläuft.

Einzelne Verzeichnisse der Festplatte „C“ für die Indizierung auswählen

Windows 10 Einzelne Verzeichnise für die Indizierung auswählen
Windows 10 Einzelne Verzeichnise für die Indizierung auswählen

Wenn Sie auf den Pfeil nach rechts neben dem Häkchen klicken, können Sie einzelne Verzeichnisse der Festplatte „C“ für die Indizierung auswählen. Sie müssen also nicht die gesamte Festplatte indizieren.

Der Weg zu den Indizierungsoptionen

Windows-Einstellungen Indizierungsoptionen
Windows-Einstellungen Indizierungsoptionen

Bei den Windows-Einstellungen geben Sie um Suchfeld „Indizierungsoptionen“ oder einen Teil dieses Wortes ein. Anschließend klicken Sie auf „Indizierungsoptionen“. Schon bietet Ihnen Windows das Pop-Up „Indizierungsoptionen“ an (siehe oben).

Dateitypen für Indizierung auswählen und Dateiinhalte indizieren

Nachdem Sie nun die Indizierungsorte festgelegt haben, geht es nun darum zu entscheiden, von welchen Dateien (Dateitypen) die Dateiinhalte indiziert werden sollen. Damit Sie im Windows Explorer nach Dateien suchen können, die bestimmte Wörter oder Wortreihen enthalten.

Windows 10 Indizierungsoptionen Button Erweitert
Windows 10 Indizierungsoptionen Button Erweitert

In dem Pop-Up „Indizierungsoptionen“ klicken Sie auf den Button „Erweitert“, Anschließend bietet Ihnen Windows das Pop-Up „Erweiterte Optionen“ an. Dort klicken Sie auf die Registerkarte „Dateitypen“.

Dateitypen für Indizierung auswählen

Windows 10 Indizierung Registerkarte Dateitypen
Windows 10 Indizierung Registerkarte Dateitypen

Hier sehen Sie einen zweiten Grund, warum man indizieren sollte. Entsprechend den Voreinstellungen von Windows werden keine Dateiinhalte indiziert.

Windows setzt bei allen Dateitypen ein Häkchen. Falls Ihnen das zu viel ist, können Sie hier einzelne Häkchen entfernen.

Man könnte z. B. daran denken, dass nur die gängigen Dateitypen von Word, Excel etc. indiziert werden sollen. Egal, wie Sie entscheiden, Sie sind an Ihre Entscheidung nicht bis in alle Ewigkeit gebunden (siehe Kapitel „Windows Index löschen und neu erstellen“). Hilfreich wäre es hier, wenn man mit einem Klick alle Häkchen auf einmal entfernen könnte. Ohne dies ist die Auswahl der Dateitypen sehr mühsam und zeitraubend.

Windows 10 Dateiinhalte indizieren

Ich habe hier dann „Eigenschaften und Dateiinhalte indizieren“ angeklickt. Dabei bin ich davon ausgegangen, dass ich dann bei der Suche nach Wörtern oder Wortreihen im Windows Explorer „Dateiinhalte“ auswählen muss.

Windows Explorer Dateiinhalt in Suche einbeziehen
Windows Explorer Dateiinhalt in Suche einbeziehen

Das war aber nicht der Fall. Denn nach der Indizierung wurden mir schon bei der Auswahl „Systemdateien“ die Dateien angezeigt, die bestimmte Wörtern oder Wortreihen enthielten. Ein Klick auf Dateiinhalte war gar nicht notwendig. Vielleicht ist das bei Ihnen anders?

Da ich die Auswahl der Dateitypen eingeschränkt hatte, um bei einer Suche nicht zu viele Treffer zu erhalten, habe ich den Index nicht gelöscht und neu erstellt.

Systemdateien sind in diesem Sinne übrigens nicht nur Microsoft spezifische Systemdateien. Systemdatei ist im Grunde genommen jede Datei. So auch z. B. beliebige Word- oder Excel-Dateien.  Siehe oben auch die lange Liste der Dateitypen.

Nach Dateien mit Passwortschutz suchen

Diese Konstellation habe ich getestet.

Windows Kennwort zum Öffnen
Windows Kennwort zum Öffnen

Also Dateien für die man ein Passwort zum Öffnen braucht.

Auf der neuen Festplatte neu angelegte Dateien mit Kennwortschutz werden bei der Suche im Internet Explorer gefunden.

Nicht alle von der alten Festplatte auf die neue Festplatte kopierte Dateien mit Kennwortschutz waren über die Suche im Windows Explorer nach der Indizierung zu finden. Weder bei der Suche über „Systemdateien“ noch bei der Suche nach „Dateiinhalt“.

Dies betraf folgende Dateitypen:

  • Word 97-2003-Dokument (*.doc)
  • Excel 97-2003 Arbeitsblatt (xls)

Auf der alten Festplatte waren diese Dateien mit dem Windows Explorer zu finden. Ein weiteres Argument, warm man immer von der alten Festplatte auf die neue Festplatte kopieren. Anstatt die Dateien auf der alten Festplatte auszuschneiden und dann auf die neue Festplatte einzufügen.

Lösungen

Wer keinen neuen Namen für diese Dateien vergeben will, öffnet auf der neuen Festplatte die kennwortgeschützten Dateien. Anschließend entfernt man das Passwort und somit speichert somit die Datei ohne Passwort ab.  Danach öffnet man diese Dateien wieder und versieht diese wieder mit einem Kennwort. Anschließend findet der Windows Explorer diese Dateien auf der neuen Festplatte.

Wenn man nicht viele kennwortgeschützten Datei hat und deren Namen kennt, kann man das auch als Vorteil sehen, dass diese Dateien nicht auf der neuen Festplatte über den Windows Explorer zu finden sind. Fällt Ihr PC mal in fremde Hände, hat man durch diesen Umstand etwas mehr Schutz.

Allerdings waren nicht alle kennwortgeschützten Dateien von der alten Festplatte auf der neuen Festplatte unauffindbar. Ein Muster ließ sich nicht erkennen.

Windows Index löschen und neu erstellen

Wenn Sie bei dem Pop-Up „Indizierungsoptionen“ auf die Registerkarte „Indexeinstellungen“ klicken, finden Sie die Funktion „Index löschen und neu erstellen“.

Windows 10 Indizierung Index löschen und neu erstellen
Windows 10 Indizierung Index löschen und neu erstellen

Wenn Sie hier die Funktion „Index löschen und neu erstellen“ ausführen, kann es Ihnen passieren, dass Sie in Outlook erstmal keine älteren Mails finden. Das braucht dann einige Zeit, bis diese in Outlook wieder sichtbar sind.

Ort und Größe der Indizierungsdatei, Zeitdauer der Indizierung

Hier finden Sie die Datei „Windows.edb“ in der die Indizierungsinformationen enthalten sind.

  • C:\ProgramData\Microsoft\Search\Data\Applications\Windows

Ein Standard-Windowsprogramm mit dem sich diese Datei öffnen lässt, habe ich nicht gefunden.

Die Größe der Indizierungsdatei und die Zeitdauer der Indizierung werden bei jedem unterschiedlich sein.  Dennoch hier meine Werte, damit man mal eine grobe Vorstellung erhält.

Indiziert wurden über 118.000 Dateien (siehe oben). Die „Windows.edb“-Datei erhielt dadurch eine Größe von circa 778.00 KB. Auf der alten Festplatte hatte diese Datei eine Größe von circa 614.000 KB. Da Sie jetzt das Verzeichnis kennen, indem die Windows.edb“-Datei enthalten ist, haben Sie die Möglichkeit das Wachstum der Datei zu beobachten. Denn neue Dateien – soweit Sie unter den ausgesuchten Dateitypen sind – werden automatisch indiziert. Das setzt natürlich voraus, dass die neuen Dateien sich an einem der Indizierungsorte befinden.

Während der Indizierung bin ich nicht die ganze Zeit mit der Stoppuhr daneben gesessen. Die Indizierung dauerte unter 2 Stunden. Währen der Indizierung hatte ich nicht mit dem PC gearbeitet.

Vorsichtshalber hatte ich Energiesparmodus und Bildschirm auf „Nie“ gestellt.

Das war es dann zum Thema Windows 10 Indizierung – warum man indizieren sollte.

verwandte Fachartikel

Festplattenwechsel – Einstellungen der alten Festplatte übernehmen

WordPress und XAMPP auf eine neue Festplatte kopieren; FileZilla

Verlorene Firefox Lesezeichen wiederherstellen

Verlorene Chrome Lesezeichen wiederherstellen – Schritt für Schritt

zu den Fachartikeln zum Thema Word von ItDoor für eilige Leser

Die Liste der Fachartikel zu WordPress von ItDoor

Zum WordPress Plugin Verzeichnis von ItDoor

Liste Fachartikel zum Thema Joomla von ItDoor

Fachartikel zum Thema Jutoh von ItDoor

IT Wörterbücher von ItDoor

zur Startseite von ItDoor

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.